Ich arbeite gerne bei den Kindertagesstätten SüdOst ...

Mein Name ist Jadwiga Battaglia und ich arbeite seit 2019 als Sprachförderkraft (SFK) in der Kita Reuterstraße in Neukölln. Hier betreuen wir ca. 200 Kinder aus vielen unterschiedlichen Ländern und Kulturen. Als SFK unterstütze ich mein Team bei den Themen alltagsintegrierte Sprachförderung, Inklusion und Zusammenarbeit mit den Familien. Jede SFK arbeitet anders und bringt ihre berufliche Erfahrung aber auch ihre Persönlichkeit in ihre Tätigkeit mit ein. Du findest auch Deinen Weg! Aber jetzt möchte ich Dir von meinem Alltag als SFK erzählen. Lass Dich inspirieren und nimm das, was Du magst, in Deine Arbeit mit auf! Zu Beginn meiner Tätigkeit als SFK habe ich mir Zeit genommen, um mein Team und unsere Kinder kennenzulernen. Zuerst habe ich viel beobachtet und viele Fragen gestellt, um einen Überblick vom Ist-Stand in den Teams zu bekommen. Mir war aber auch wichtig, wirklich mit allen Kolleg*innen gesprochen zu haben, um deren Bedürfnisse und Erwartungen kennenzulernen. Als SFK unterstütze ich mein Team auf unterschiedliche Weise, u.a. durch:
  • Unterstützung bei den kleinen und großen Projekten zur Sprachförderung wie:
    • Vorlesewoche (Erstellung von Vorlese-Zelten, Bilderbuchkino für ganze Familien, Vorlesen durch Eltern, Erzieher*innen und „Promis“ über die Stiftung Lesen)
    • Tischsprüche und Lieder aus aller Welt (in Kooperation mit Eltern)
    • Training der Sinne (Übungen und Spiele zu der Förderung von auditiver, visueller, taktiler Wahrnehmung)
    • Rezept-Buch der Kita Reuterstraße (gesammelt von Eltern aus verschieden Ländern)
    • Ausstellung von Buchrezensionen von Kindern
    • „Bücher to go“ – Rucksack mit Büchern zum Ausleihen, den die Kinder nach Hause nehmen können
  • Implementierung von neuen Methoden von Sprachförderung wie:
    • Bilderbuchkino,
    • Kamishibai (japanisches Erzähl-Theater),
    • Sprach-Schatz-Kisten (Kisten/Schuhkartons mit Objekten zu bestimmten Themen/Büchern, die als Anregung zum Sprechen benutzt werden können)
  • Beratung zum Thema Sprache und Inklusion, B. Fallberatung bei den Kindern mit Sprachauffälligkeiten, in der Regel zusammen mit den Fachkräften für Integration.
  • Organisation und Moderation von Dienst- oder Abteilungsbesprechungen zu verschiedenen Themen (in Kooperation mit internen und externen Sprachexperten)
    • Gewaltfreie Kommunikation
    • Sprachstörungen und Sprachauffälligkeiten o    Kamishibai als Methode zur Sprachförderung o  Mehrsprachigkeit
    • Reflexion über das Sprachverhalten von Kollege*innen. Selbstreflexion: „Verhalte ich mich sprachanregend?
Was kann ich verändern?“ gefolgt von Feedback-Gesprächen und kollegialer Beratung
  • Unterstützung bei den Elterngesprächen und Elternabenden
  • Anschaffung von Material wie Bücher, Kamishibai Karten, Sprach-Spiele, Dreimal pro Jahr stelle ich den Kolleg*innen eine Liste zur Verfügung, in der sie ihre Wünsche aufschreiben können. Wenn es sich im Rahmen unseres Budgets hält, bestelle ich die gewünschten Materialien. Manchmal erstelle ich das Material selbst, wie z.B. das Spiel zur „Kleinen Raupe Nimmersatt“)
  • Erstellung von Info-Material für Eltern über das Thema Sprache (Aushänge, Plakate )
  • Gestaltung eines Medienraums, der zur Sprachförderung mit unterschiedlichen Methoden benutzt werden kann
Meine Arbeit als SFK ist nur in Kooperation mit dem gesamten Team und im Tandem mit der Kita-Leitung möglich. Wir sind im regelmäßigen Austausch und unterstützen uns gegenseitig. Alle sechs Wochen habe ich die Möglichkeit, mich mit den anderen Sprachfachkräften des Trägers auszutauschen. Dazu gibt es noch Träger-Treffen und individuelle Beratung von unserem Fachberater, Herrn Fronzeck. Der Austausch ist sehr intensiv und ich lasse mich immer von anderen Ideen und Anregungen inspirieren. Jadwiga Battaglia Kita Reuterstraße